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Urlaub in Frankfurt am Main

Mainhattan: Die einzige Stadt Deutschlands mit echter Wolkenkratzer-Skyline – und hinter den Hochhäusern versteckt sich ein Altstadtgeviert, ein dichtes Museumsufer und Sachsenhausen mit seinem legendären Apfelwein.

🏦 Finanzmetropole 🌆 Skyline 🍎 Apfelwein 🏛️ Altstadt ✈️ Drehkreuz 🎭 Kultur
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Urlaub in Frankfurt – Skyline mit EZB-Türmen spiegelt sich im Main | Travelviser
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Anreise
Größter Flughafen Deutschlands
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Beste Zeit
Mai–Sep., Dez. (Weihnachtsmarkt)
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Sommer
22–30 °C
❄️
Winter
0–5 °C
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Währung
Euro (€)
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Sprache
Deutsch

🗺️ Frankfurt am Main erkunden

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🏛️ Römer, Dom & Frankfurter Altstadt

Frankfurts Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg zu 90 Prozent zerstört und danach nicht originalgetreu wiederaufgebaut – mit einer Ausnahme: Seit 2018 steht die Neue Altstadt, ein rekonstruiertes Altstadtgeviert mit 35 historischen Häusern rund um den Römerberg. Das Ergebnis ist umstritten, aber spektakulär: mittelalterlich anmutende Fachwerkhäuser direkt neben der EZB-Skyline. Der Römer, das historische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, ist das Postkartenmotiv Frankfurts schlechthin – hier wurden die deutschen Kaiser gewählt und gefeiert. Der gotische Frankfurter Dom (Kaiserdom St. Bartholomäus) bewacht seit dem 14. Jahrhundert die Kaiserwahl. Das Dommuseum zeigt die Krönungsinsignien; der Domturm (92 m) bietet das beste Panorama über die alten Dächer und neuen Türme. Der historische Ostzeile am Römerberg – original erhaltene Fachwerkhäuser – ist der älteste erhaltene Teil der Stadt.

Römerberg & Neue Altstadt – Frankfurts historisches Herz
Der Römerberg mit dem Gerechtigkeitsbrunnen (1543) und dem Römer-Rathaus ist das Postkartenmotiv Frankfurts. Die 2018 wiedereröffnete Neue Altstadt (DomRömer) mit 35 rekonstruierten Häusern direkt daneben: Flanieren, Kaffee, Handwerksläden. Ostzeile: einzig original erhaltene Fachwerkzeile des Mittelalters. Abends besonders atmosphärisch beleuchtet.
Frankfurter Dom – Kaiserdom & Turmblick
Der Kaiserdom St. Bartholomäus (14. Jh.) war Wahl- und Krönungskirche der deutschen Kaiser. Domturm (92 m, 324 Stufen): bestes Panorama über Alt- und Neufankfurt ohne Warteschlange. Dommuseum zeigt Krönungsreliquien. Eintritt Dom: kostenlos. Turmbesteigung: 3 €. Direkt neben dem Römerberg, 5 Gehminuten.
Main Tower – Einzige öffentliche Skyline-Aussicht
Der Main Tower (200 m) ist der einzige Frankfurter Hochhausturm mit öffentlicher Aussichtsplattform. Panoramablick 360° über Skyline, Main und Taunus-Horizont. Eintritt: 9,50 €. Abends besonders eindrucksvoll – Skyline-Lichter und Mainufer von oben. Das Restaurant im 53. Stock für Dinner mit Panorama (Reservierung nötig).

🎨 Museumsufer – Dichteste Museumsmeile Europas

Auf zwei Kilometern entlang des Schaumainkais in Sachsenhausen reihen sich 13 Museen aneinander – das Museumsufer ist eine der dichtesten Museumskonzentrationen der Welt. Das Städel Museum gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas: 700 Jahre Kunstgeschichte von Botticelli über Rembrandt bis Gerhard Richter in einem Haus. Das Deutsche Filmmuseum zeigt die Geschichte des Kinos von den Laterna-Magica-Anfängen bis zur CGI-Gegenwart. Das Museum für Kommunikation behandelt Post, Telefon und digitale Kommunikation mit interaktiven Stationen. Das Liebieghaus ist das Skulpturenmuseum mit einer der besten Sammlungen antiker und mittelalterlicher Plastik Deutschlands. An jedem letzten Samstag im August: Museumsufer-Fest – zwei Tage lang alle Museen zu Sonderpreisen, Kulturprogramm auf dem Mainufer, Hunderttausende Besucher.

Städel Museum – 700 Jahre Kunstgeschichte
Das Städel ist eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Europas: Botticelli, Vermeer, Rembrandt, Monet, Kirchner, Richter – von der Gotik bis zur Gegenwart unter einem Dach. Die unterirdische Erweiterung mit Lichtkuppeln (2012) für moderne Kunst ist architektonisch einzigartig. Eintritt: 16 €. Mittwoch bis 21 Uhr geöffnet. Einplanen: mindestens 3 Stunden.
Liebieghaus – Antike Skulpturen & Photissimo
Das Liebieghaus Skulpturenmuseum zeigt Werke von der Antike über Ägypten bis zur Barockplastik in einer Jugendstilvilla mit Gartenrestaurant. Besonders: die ägyptischen Mumienmasken und die spätmittelalterlichen Altarfiguren. Geheimtipp: Photissimo-Veranstaltungen (Dinnergespräche im Museum) für Kulturinteressierte.
Museumsufer-Fest – Das größte Kulturfest Hessens
Letzter Samstag und Sonntag im August: Das Museumsufer-Fest öffnet alle 13 Museen zu Sonderpreisen (Tagesticket ca. 12 €), dazu Hunderte Stände, Live-Musik und Kulturprogramm auf dem Mainufer. Eines der größten Kulturfeste Deutschlands. Außerhalb des Fests: Schöner Spaziergang am Mainufer zwischen den Museen kostenlos und täglich möglich.

🍎 Sachsenhausen & Apfelwein – Frankfurts Seele

Sachsenhausen ist der Stadtteil, in dem Frankfurt aufhört, Bankenmetropole zu sein, und wieder Großdorf wird. Die Apfelwein-Kneipen (Äppelwoikneipen) rund um die Klappergasse und den Dreieichpark sind das kulturelle Gegenprogramm zur EZB: Holzbänke, Blechkrüge, der saure Stöffche (Apfelwein) und Gespräche, die von Fremden zu Tischgenossen werden. Apfelwein ist der Identitätstrunk Frankfurts – nicht Bier. Er kommt in tönernen Bembeln (Karaffen) auf den Tisch, ist sauer, leicht trüb und ungefähr so stark wie Bier. Dazu: Handkäse mit Musik (mit Essig und Öl marinierter Hartkäse mit Zwiebeln und Kümmel), Rippchen mit Kraut oder Grüne Soße – die Frankfurter Spezialität aus sieben Kräutern, die in der Region um Frankfurt herum angebaut werden. Sachsenhausen hat außerdem das dichteste Museumsufer Europas direkt am Mainufer (Schaumainkai) und abends eine lebhafte Kneipenmeile in der Textorstraße.

Äppelwoikneipe – Apfelwein am Bembel
Zu Wagner, Dauth-Schneider oder Zum Gemalten Haus in der Sachsenhäuser Altstadt: Bembel auf den Tisch, Schoppen einschenken, Handkäs' mit Musik bestellen. Ein Schoppen Apfelwein (0,25 l): 2–3 €. Grüne Soße mit Rindfleisch oder Schnitzel: 12–16 €. Kein Reservieren, kein Speisekartenstudium – einfach setzen und warten. So geht Frankfurt.
Grüne Soße – Goethes Lieblingsgericht
Die Frankfurter Grüne Soße (Grie Soß) ist eine kalte Kräutersoße aus sieben Kräutern (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch) mit Sauerrahm und hartgekochten Eiern – immer in Kombination mit gekochten Kartoffeln. Johann Wolfgang von Goethe soll sie geliebt haben. April bis Oktober frisch, der Rest des Jahres aus dem Tiefkühlregal. Jedes Sachsenhäuser Restaurant serviert sie.
Wochenmarkt & Kleinmarkthalle – Frankfurts Foodhalle
Die Kleinmarkthalle in der Innenstadt (Hasengasse) ist Frankfurts gastronomisches Wohnzimmer: 60 Händler mit Obst, Käse, Metzger, Fischhändlern, Olivenöl-Spezialisten und der legendären Weinbar im Obergeschoss. Dienstags und Samstags: Wochenmarkt am Liebfrauenberg. Beste Mittagsoption: Stehimbiss in der Halle für 6–10 €.

🌆 Skyline, Bankenquartier & modernes Frankfurt

Frankfurt hat die einzige echte Großstadtskyline Deutschlands – und die entstand fast zufällig: Als Sitz der Deutschen Bundesbank, der Europäischen Zentralbank und Dutzender Großbanken brauchte die Stadt Fläche für Bürohochhäuser. Das Ergebnis ist ein kompaktes Cluster aus Wolkenkratzern, das 'Mainhattan' heißt und bei Nacht eine unverwechselbare Silhouette wirft. Der Messeturm (257 m, 1991) mit seiner bleistiftförmigen Spitze war das höchste Gebäude Europas. Die Commerzbank Tower (259 m), entworfen von Norman Foster, hat als erster Ökowolkenkratzer der Welt begrünte Innenhöfe auf verschiedenen Etagen. Die EZB im Osthafen (185 m, Zaha-Hadid-Schülerin Coop Himmelb(l)au) beherrscht seit 2014 den östlichen Main-Horizont. Der Osthafen ist auch der lebendigste Kultur- und Gastronomie-Bezirk: alte Speicherhallen, Restaurants, das Technikmuseum und der Elektro-Club Robert Johnson.

Frankfurt Skyline – Bestes Panorama bei Nacht
Bestes kostenloses Skyline-Panorama: Sachsenhäuser Mainufer gegenüber der EZB-Brücke, am Abend nach Sonnenuntergang. Oder: Aussichtsdeck Main Tower (9,50 €) für 360-Grad-Überblick. Für Fotos: Alte Brücke oder Eiserner Steg bei Dämmerung – Skyline-Spiegelung im Main. Frühmorgens: kein Touristengedränge, weiches Licht.
Osthafen & Museumsquartier Ostend
Der revitalisierte Osthafen ist Frankfurts kreativster Bezirk: alte Lagerhallen beherbergen Restaurants, Galerien, das Technikmuseum (Historische Straßenbahnen, Fahrräder, Feuerwehrautos – Kinder lieben es), und eine lebhafte Gastronomie-Szene. Das Energiemuseum (Frankfurt erklärt Strom) direkt daneben. Abends: Plux-Biergarten oder Metropol-Kino im Freien.
Weihnachtsmarkt am Römer – Einer der schönsten Deutschlands
Der Frankfurter Weihnachtsmarkt (Ende Nov.–23. Dez.) am Römerberg gilt als einer der schönsten Deutschlands: 200 Stände, traditionelle Fachwerkhäuser-Kulisse, Glühwein und Bethmännchen (Marzipan-Gebäck). Parallel: Weihnachtsmarkt auf dem Paulsplatz und der Weihnachtsmarkt auf der Zeil. Tipp: unter der Woche weniger überfüllt als am Wochenende.

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Häufige Fragen zu Frankfurt am Main

Frankfurt eignet sich hervorragend für schlechtes Wetter: Städel Museum und Liebieghaus am Museumsufer für Kunst (mindestens 3–4 Stunden), Kleinmarkthalle für Gastronomie, Hauptbahnhof für Architektur-Bewunderung (einer der schönsten Historismus-Bahnhöfe Deutschlands), Palmengarten für tropischen Gewächshaus-Genuss und der Zoo Frankfurt (einer der artgerechtigsten Deutschlands).
Frankfurt wird von Touristen oft unterschätzt. Die Kombination Museumsufer, Sachsenhausen, Römer und Skyline bietet mindestens 2–3 volle Tage. Als Basis für Ausflüge ist die Lage perfekt: Heidelberg (1 Std.), Rüdesheim am Rhein (1 Std., Weinregion), Mainz (30 Min.) und der Rheingau sind per Zug leicht erreichbar.
Die Grie Soß ist eine kalte Kräutersoße aus exakt sieben frischen Kräutern (Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer, Schnittlauch), verrührt mit Sauerrahm, Öl, Essig, hartgekochten Eiern und Salz. Sie wird kalt über Pellkartoffeln oder zu gekochtem Rindfleisch serviert. Die Kräuter wachsen nur in einer kleinen Region um Frankfurt – die Soße ist ein geschütztes regionales Kulturerbe.
Sehr gut – Frankfurt hat einen der besten Bahnhöfe Deutschlands. Per ICE in 1 Stunde nach Köln, in 30 Minuten nach Mainz (Weinregion Rheinhessen), in 45 Minuten nach Heidelberg. Der Rheingau (Wein), das Lahntal, der Taunus und die Rheinschlucht bei Bingen sind per Regionalzug in unter 1,5 Stunden erreichbar.