Peru ist kein Land, das man besucht – man betritt eine andere Dimension. Machu Picchu thront über grünen Bergen wie eine vergessene Welt, Cuzco atmet noch immer Inka-Steinmetz-Kunst, und im Amazonas summt das größte Ökosystem der Erde. Von den Anden bis zum Regenwald: Hier findest du Route, Zeiten und Tipps für dein Peru-Abenteuer.
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🏛️ Machu Picchu – Inka-Zitadelle & Sonnenaufgang
Machu Picchu ist der Grund, warum Millionen nach Peru pilgern – und er übertrifft jedes Foto. Die terrassierte Zitadelle aus dem 15. Jahrhundert liegt auf 2.430 Metern zwischen zwei Berggipfeln, umgeben von Nebel und Andengrün. Früh aufstehen lohnt sich: Die ersten Busse ab Aguas Calientes (jetzt Machu Picchu Pueblo) fahren ab 5:30 Uhr, und wer vor 7 Uhr oben ist, hat die Terrassen fast für sich. Tickets online auf tuboleto.cultura.pe buchen – Tageskontingente streng limitiert. Huayna Picchu-Zusatzticket für den steilen Aufstieg hinter der Zitadelle Monate vorher reservieren. Der klassische Inka Trail (4 Tage, 43 km) endet direkt am Sonnentor – nur mit Guide und Permit, Buchung 6 Monate im Voraus. Alternativen: Salkantay Trek (5 Tage, günstiger), oder Zug plus Bus ab Cuzco (1 Tag). Aguas Calientes: Übernachtung Pflicht, Hotels früh buchen. Nebel am Morgen normal – Geduld, er lichtet sich oft bis 9 Uhr.
Machu Picchu – Tickets & Timing
Online auf tuboleto.cultura.pe buchen, Passnummer nötig. Circuit 2 (klassische Route) empfohlen. Eintritt 152 PEN plus Bus 24 USD retour. Früh da sein (5:30 Bus). Guide optional aber lehrreich. 3–4 Std. vor Ort. Regenjacke und Sonnenschutz.
Inka Trail – 4-Tage-Trek
Nur mit lizenziertem Operator, max. 500 Wanderer/Tag. 4 Tage, 43 km, Höchstpunkt 4.200 m. Permit 6 Monate vorher buchen (Mär–Okt. ausverkauft). Kosten 600–900 USD inkl. Guide, Essen, Zelt. Akklimatisierung in Cuzco 2 Tage vorher.
Aguas Calientes – Basis am Berg
Kleinstadt am Fuß von Machu Picchu, Zug ab Ollantaytambo (1,5 Std.) oder Bus ab Hidroelektrica. Thermalbäder am Fluss (20 PEN). Restaurants teuer – Snacks mitbringen. 1 Nacht minimum, 2 Nächte bei Inka Trail.
🏙️ Cuzco, Heiliges Tal & Inka-Erbe
Cuzco war einst Hauptstadt des Inka-Reichs – und man spürt es an jeder Ecke. Steinhäuser mit präzisen Inka-Mauern tragen koloniale Balkone, der Hauptplatz Plaza de Armas pulsiert mit Cafés und Kirchen, und die engen Gassen von San Blas führen zu Kunsthandwerkern und Aussichtspunkten. Mindestens 2–3 Tage für Akklimatisierung (3.400 m!) und Erkundung. Sacsayhuamán oberhalb der Stadt: massive Steinblöcke, Sonnenfest Inti Raymi im Juni. Heiliges Tal (Valle Sagrado): Tagesausflug oder 2 Tage – Pisac mit Markt und Ruinen, Ollantaytambo als Zugstation nach Machu Picchu, Moray mit terrassierten Kreisen und Salinas de Maras mit tausenden Salzterrassen. Boleto Turístico (130 PEN, 10 Tage) deckt die meisten Ruinen ab. In Cuzco: Coca-Tee gegen Höhenkrankheit, langsam gehen, viel trinken. Essen: Cuy (Meerschweinchen), Lomo Saltado, Chicha Morada.
Cuzco – Altstadt & Akklimatisierung
3.400 m Höhe – 2 Tage Akklimatisierung vor Machu Picchu. Plaza de Armas, Kathedrale, Qorikancha (Sonnentempel). San Blas-Viertel für Kunsthandwerk. Coca-Tee in jedem Hotel. Free Walking Tour ab Plaza. 2–3 Tage.
Heiliges Tal – Pisac & Ollantaytambo
Tagesausflug ab Cuzco (Collectivo 15 PEN) oder 2 Tage mit Übernachtung. Pisac: Markt sonntags, Ruinen oberhalb. Ollantaytambo: Festung, Zug nach Machu Picchu. Moray und Maras als Zusatz. Boleto Turístico 130 PEN.
Sacsayhuamán – Festungsruinen
3 km oberhalb Cuzco, Taxi 15 PEN oder zu Fuß 45 Min. Massive Steinmauern, Panorama über Stadt. Inti Raymi Fest im Juni (Tickets Monate vorher). Kombinierbar mit Qenko und Tambomachay (Boleto Turístico). 2 Std.
🌿 Amazonas, Titicaca & Natur-Highlights
Peru bietet zwei völlig verschiedene Naturwelten jenseits der Anden: den Amazonas-Regenwald und den Titicaca-See. Iquitos im Nordosten ist die größte Stadt der Welt ohne Straßenanbindung – nur per Flug oder Fluss erreichbar. Lodge-Aufenthalte ab 3 Tagen: Delfine, Affen, Caimane, Nachttouren, indigene Gemeinden. Puerto Maldonado (südlicher Amazonas) leichter kombinierbar mit Cuzco per Inlandsflug. Titicaca-See auf 3.812 m: schwimmende Uros-Inseln aus Totora-Schilf, Taquile mit Webtradition, Amantani mit Homestay. Puno als Basis, 2 Tage empfohlen. Colca-Canyon bei Arequipa: doppelt so tief wie Grand Canyon, Kondor-Beobachtung früh morgens am Cruz del Condor. Arequipa selbst: weiße Stadt aus Vulkanstein, schöne Altstadt, 2 Tage.
Amazonas-Lodge – 3–5 Tage
Iquitos oder Puerto Maldonado per Flug ab Lima/Cuzco. Lodge-Pakete ab 400 USD/3 Tage inkl. Guide, Boot, Mahlzeiten. Regenzeit (Dez–Mär) mehr Wasser, Trockenzeit bessere Wanderwege. Impfungen prüfen (Gelbfieber). Mückenschutz Pflicht.
Titicaca – Uros & Taquile
Ab Puno: Bootstour zu Uros-Inseln (halber Tag) oder 2-Tage-Tour mit Homestay auf Amantani. Höhe 3.812 m – langsam bewegen. Kälter als erwartet – Jacke mitnehmen. Tour ab 25 USD, Homestay 60 USD inkl. Essen.
Colca-Canyon – Kondore
Ab Arequipa: 3-Tage-Tour oder 2 Tage mit Nacht in Chivay. Cruz del Condor ab 6:30 Uhr – Kondore im Aufwind. Canyon doppelt so tief wie Grand Canyon. Eintritt 70 PEN. Fahrt 3,5 Std. ab Arequipa, landschaftlich spektakulär.
📋 Planung & Praxis – Route, Höhe & Budget
Peru zu planen heißt, Höhenunterschiede und Entfernungen realistisch einzuplanen. Klassische 14-Tage-Route: Lima (1–2 Tage) → Cuzco/Heiliges Tal (4 Tage) → Machu Picchu (2 Tage) → optional Amazonas (3 Tage) oder Titicaca (2 Tage). Inlandsflüge sparen Zeit: Lima–Cuzco 1,5 Std., Cuzco–Puerto Maldonado 1 Std. Busse günstig aber langsam – Cruz del Sur und Oltursa zuverlässig. Budget: 60–100 €/Tag Mittelklasse. Lima als Start: Flughafen Jorge Chávez, Miraflores sicheres Viertel, Ceviche in La Mar oder Punto Azul. Höhenkrankheit ernst nehmen – Soroche-Tabletten, Coca-Tee, kein Alkohol erste Tage in Cuzco. Trinkwasser nur gefiltert oder in Flaschen. Steckdosen Typ A/C wie USA.
14-Tage-Route – Klassiker
Tag 1–2 Lima, Tag 3–6 Cuzco plus Heiliges Tal, Tag 7–8 Machu Picchu, Tag 9–11 Amazonas oder Titicaca, Tag 12–14 Rückreise. Inlandsflüge früh buchen (LATAM, Sky Airline). JR Pass gibt es nicht – Busse und Flüge einzeln.
Höhenkrankheit – Vorbeugung
Cuzco 3.400 m, Titicaca 3.812 m, Machu Picchu 2.430 m. 2 Tage Akklimatisierung in Cuzco. Coca-Tee, viel Wasser, kein Alkohol. Soroche-Pillen in Apotheke. Langsam gehen, Kopfschmerzen ernst nehmen. Abstieg hilft sofort.
Lima – Startpunkt & Küche
Miraflores oder Barranco für Hotels. Ceviche zum Mittag (Fisch morgens frisch). Larco Museum für präkolumbische Kunst. 1–2 Tage vor oder nach Anden. Flughafentaxi 40 PEN (offiziell). Nachts Taxis per App (Beat, Uber).
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Minimum zehn Tage für Lima, Cuzco, Heiliges Tal und Machu Picchu. Vierzehn Tage ideal mit Amazonas oder Titicaca-See als Ergänzung. Inka Trail braucht vier zusätzliche Tage. Wer Arequipa und Colca-Canyon will, plant drei Wochen ein. Lieber weniger Orte gründlich als alles hetzen.
Trockenzeit Mai bis September – beste Bedingungen für Anden und Machu Picchu, aber auch meiste Touristen. April und Oktober sind gute Übergangsmonate. Amazonas ganzjährig möglich, Regenzeit Dezember bis März bringt mehr Moskitos aber üppigere Natur. Inka Trail nur April bis Oktober geöffnet.
Deutsche Staatsbürger benötigen kein Visum für touristische Aufenthalte bis 90 Tage. Reisepass muss bei Einreise noch sechs Monate gültig sein. Einreisekarte (Tarjeta Andina) wird am Flughafen ausgefüllt – Aufbewahrungsplicht bis Ausreise. Gelbfieber-Impfbescheinigung nur bei Einreise aus Risikogebieten nötig.
Zehn Tage Mittelklasse: 2.000–3.500 € inkl. Flug ab Deutschland. Machu Picchu Eintritt plus Bus ca. 80 USD, Inka Trail 600–900 USD, Inlandsflüge 80–150 USD pro Strecke. Unterkunft 30–80 €/Nacht, Essen 10–25 €. Peru ist günstiger als Europa, aber Machu Picchu und beliebte Treks kosten.